Slicks oder doch lieber Supersportreifen?

Reifenwahl Rennstrecke

Slicks oder Supersport Reifen, welches ist der beste Reifen für dich?

Das Thema Reifenwahl Rennstrecke bleibt über die Jahre interessant. Hast du früher die Frage nach Reifen für die Rennstrecke im einem Motorrad-Renn-Forum gestellt, kam immer die gleiche Antwort.

Straße = Straßenreifen
Rennstrecke = Rennreifen 

Doch stimmt das und kann man das so einfach behaupten? Wir meinen nicht und wollen aufklären!

Ein Straßenreifen muss ganz andere Voraussetzungen erfüllen als ein Rennreifen.

  • gute Haftung bei jedem Wetter
  • lange Haltbarkeit
  • gutes Feedback auch bei kalten Reifen

Dennoch lassen sich mit den heutigen Supersportreifen / Hypersportreifen (Sportreifen) einige flotte Runden auf der Rennstrecke drehen.

Sie sind für den gelegentlichen Besuch auf der Rennstrecke geeignet, müssen im Gegensatz zu einem Slick (Rennreifen) nicht vorgewärmt werden und besitzen eine Straßenzulassung. Damit sind wir schon beim größten Unterschied zwischen einem Sportreifen und einem Slick.

Beachte: Der Arbeitsbereich in dem die Reifen am besten funktionieren sind völlig verschieden!

Wenn es dem Sportreifen zu heiß wird und er zu schmieren beginnt, kommt der Rennreifen (Slick) gerade in den Bereich, wo er anfängt perfekt zu arbeiten.

Denn ein Sportreifen kommt bei einer Temperatur von 60-70 Grad in den Bereich wo er zu weich wird, zu schmieren anfängt und im schlimmsten Fall seine Arbeit mit einem völligen Grippverlust quittiert.

Das hat dann oft einen Sturz zur Folge, der für den Piloten aus heiterem Himmel kommt.

Der Slick hingegen fängt jetzt erst an sich richtig wohl zu fühlen.

Mit Reifenwärmern wird der Slick auf eine Mindesttemperatur von 80 Grad Celsius aufgeheizt und kann zusätzlich durch Windschutzhauben ergänzt werden. So bietet er maximalen Grip und Schräglage von den ersten Metern auf der Rennstrecke. Natürlich nur im Trockenen!

Jetzt kann man also zu dem Entschluss zum Thema Reifenwahl Rennstrecke kommen: Die Leute aus dem Rennsportforum haben doch recht. Das stimmt leider nicht. Denn für den gelegentlichen Rennstreckenbesucher oder den nicht so ganz flotten Racer ist ein Slick bzw. Rennreifen nicht unbedingt geeignet. 

Diese Reifen benötigen die 80 Grad Anfangstemperatur nicht nur unter den Reifenwärmern, diese Temperatur muss auch beim Fahren gehalten werden.

Das erfordert wiederum eine zügige Fahrweise, um den Reifen bei Laune und Temperatur zu halten, was er dann mit unglaublichen Grip und Performance zurück zahlt.

Also ist am Kabel ziehen angesagt.

Schafft das der ungeübte Racer nicht, kommt der Reifen an sein unteres Gripplevel, verliert die Bodenhaftung und man liegt auf der Nase.

Fazit zum Thema Reifenwahl Rennstrecke:

Man kann defenitiv nicht sagen, Rennreifen ausschließlich für die Rennstrecke und Straßenreifen nur für die Straße! Es kommt auf den einzelnen Fahrer, sowie sein Können und seine Erfahrung an. Denn die modernen Sport- und Hypersport Reifen ermöglichen auch schnelle Runden auf der Rennstrecke und gestatten auch mal die ein oder andere langsamere Gangart.

Also macht euch nicht verrückt und setzt euch nicht unter Druck. Fragt beim Reifenhändler, der beide Arten von Reifen im Angebot hat, nach. Lasst euch ausgiebig zu den Vor- und Nachteilen für euren Einsatzfall beraten.

Tipp: Einen top Reifenservice erhaltet Ihr auch bei vielen Rennstreckenveranstaltern wie Speer Racing oder Hafeneger Renntrainings vor Ort. Deren Renndienste besitzen ein großes Sortiment an unterschiedlichsten Reifen in verschiedenen Größen und für Deine speziellen Anwendungsfälle. Oftmals habt Ihr auch die Möglichkeit, die Reifen beim Renndienst direkt im Internet vorzubestellen und auf der Veranstaltung dann aufziehen zu lassen. Dazu schaut Ihr einfach auf der Homepage des Rennveranstalters, welcher Teileservice vor Ort ist.

Wir haben uns angewöhnt, die Reifen immer bei der Veranstaltung vor Ort vorab zu reservieren. Damit entfällt für uns nicht nur der lästige Transport. Bevor wir uns zur Anmeldung beim Rennveranstalter einfinden, geben wir unsere Felgen mit den aufgezogenen Altreifen ab. Oftmals ist durch Wartezeit in der Anmeldeschlange der neue Reifen schon aufgezogen und kann auf dem Rückweg zur Box mitgenommen werden. Eine wunderbare stressfreie Sache!


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